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20.09.2009 Westerwälder Erntefest
im Landschaftsmuseum in Hachenburg

Schon traditionell sind die Oldtimerfreunde Kroppacher Schweiz am Erntefest des Landschaftsmuseums in Hachenburg als ein zentraler Punkt an den Darbietungen beteiligt. Das bedeutet jedoch ziemlich viel Arbeit bei den Vorbereitungen. Die Maschinen müssen antransportiert und aufgestellt werden, Material für das Dreschen und Mahlen besorgt werden usw. Schon ein paar Tage vorher liefen die Vorbereitungen an. Aber dafür klappte am Besuchertag auch alles wunderbar, ein paar Kleinigkeiten wie ein zerbrochener Dreschflegel sind schnell repariert und inzwischen vergessen.

Das schöne Wetter am Besuchertag soll mehr als 1000 Besucher angelockt haben. Es war aber auch immer was los. Die Besucher feuerten die Dreiergruppe der mit Dreschflegel arbeitenden Clubkollegen an. Nachdem diese ihren Rhythmus gefunden hatten, lief es auch prima. Aber das Resümee war einstimmig: zurück in diese mühevolle Zeit wollte niemand.

Auch die alten Maschinen wurden in Betrieb gezeigt. Hier musste immer wieder erklärt werden, mit welch einfachen Mitteln maschinelle Hilfsmittel der Vergangenheit arbeiten. So die Fegemühle, die mit einem Gebläse Wind erzeugt und die leichten Teile wegbläst, während das schwerere Korn in einem Auffangbehälter gesammelt wird. Dabei erfolgt der Antrieb ausschließlich von Hand. Aber auch durch Riemen vom Traktor betriebene Geräte wurden gezeigt, so die Kornmühle zur Mehlerzeugung. Doch überall ist die Verarbeitung so transparent, das auch technisch Unbedarften und Kindern die Funktionsweise verständlich gemacht werden kann.

Ein Höhepunkt war auch die große, alte Dreschmaschine, ebenfalls von einem kleinen Traktor mittel Riemen angetrieben. Die in über zwei Meter Höhe im staubigen Umfeld schwitzenden Erntehelfer wurden zwar bewundert ob ihrer Fähigkeiten, jedoch keinesfalls beneidet. Dafür ist die Arbeit zu schwer und zu dreckig. Auch hier mag niemand ernsthaft die Zeit zurückschrauben.

Einzig die gezeigte Holzbearbeitung wird auch heute noch gerne in der gezeigten Weise durchgeführt. Werner und Wolfgang Schneider hatten ihren Deutz F1L514/51 mit vorne befestigter Wippsäge und einen großen Anhänger mit schon gespaltenen Baumstämmen mitgebracht. Bei den Vorführungen fraß sich das große Sägeblatt mit lautem Kreischen durch das Holz, angetrieben vom Motor des Deutz. Hier wurden immer wieder Fragen zum Bau einer solchen Säge gestellt. Heizen mit (zusätzlichem) Kamin oder Ofen ist schwer in Mode, aber nur mit Eigenleistung bei der Holzverarbeitung finanziell interessant.

Ein schöner Tag im Museum ging zu Ende. Stefan Hagen mit seinem großen Anhänger sorgte mit entsprechendem Zugfahrzeug für einen schnellen Abtransport des Mähdreschers und anderer Maschinen, der Platz leerte sich schnell.

Hoffentlich heisst es im nächsten Jahr wieder: auf zum Erntefest im Landschaftsmuseum!
 

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Beim Dreschen ist Teamwork angesagt.

Selbst der Museumsdirektor will es genau wissen!

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Gleich wird der Fotograf auf’s Korn genommen.

Auch der alte Standmotor musste röhren.

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Die große Dreschmaschine ...

und ihr kleiner Antrieb, fast im Stroh begraben.

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Kleinigkeiten werden vor Ort repariert ...

und das Lachen bleibt erhalten.

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Die Parade der Traktoren ...

und stolzer Hobbynachwuchs.

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Heimfahrt der Recken ...

die auch noch mit 80 Jahren dabei sein wollen.